Ysop

Ysop ist eine Gewürz- und Heilpflanze, die ursprünglich in Südosteuropa beheimatet ist und im frühen Mittelalter nach Deutschland gelangte. Heute gedeiht der Halbstrauch in zahlreichen Gärten und ist gleichermaßen verwildert vorzufinden.

Ysop erreicht eine Wuchshöhe von einem Meter und stellt eine wertvolle Bienenfutterpflanze dar.
 
Die maximal drei Zentimeter langen, glattrandigen Blätter des Ysopstrauchs sind eiförmig-oval und zugespitzt, die Anordnung gegenständig. In den Monaten Juli und August erscheinen violettblaue Lippenblüten. Selten sind rosa und weiß blühende Exemplare anzutreffen. Die ganze Pflanze verströmt ein intensives Aroma.
 
Ysop als Heilpflanze

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hält eine Wirksamkeit von Ysop bislang für nicht ausreichend belegt. Indessen verwendet die traditionelle Volksmedizin Ysop zur Kreislaufanregung, bei Darmkatarrhen, Erkrankungen der Atemwege und Erkältungen. Darüber hinaus nutzt sie Ysop aufgrund seiner krampflösenden und leicht harntreibenden Wirkung für die Zubereitung von Blasentees.

Die Verwendung von Ysop in der Küche

 
Ysop ist ein aromatisches Kraut, das sich vorzüglich eignet, um zartem Kalbsbraten eine Spur herbe Würze zu verleihen. Es harmoniert mit Bohnengerichten, Eintöpfen und Suppen. Frischen Salaten mit Gurken und Tomaten, Streichkäse und Quark verleiht Ysop eine pikante Geschmacksnote.
 
Die Getränkeindustrie verwendet Ysop, um Liköre zu würzen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Chartreuse.